Berlin wie ein Einheimischer

Der leitende Concierge des Hotel Adlon Kempinski, André Höftmann, verrät Insider-Tipps seiner Heimatstadt

André Höftmann

Leitender Concierge, Hotel Adlon Kempinski

Der in Berlin geborene und aufgewachsene André begann als Praktikant, als das Hotel Adlon Kempinski 1997 neu geboren wurde. Er ging von dort nach Paris und Spanien und kehrte 2010 als leitender Concierge ins Hotel zurück. Seitdem lebt er in Prenzlauer Berg, einem der angesagtesten Teile von Mitte. „Ich liebe es, in der Stadt zu leben“, sagt er und erzählt, dass sein Apartment nur fünf Minuten mit dem Fahrrad vom Hotel Adlon Kempinski entfernt ist. In seiner Freizeit probiert er gerne mindestens zweimal pro Woche verschiedene Restaurants und Bars aus, damit er bezüglich der neuesten Hotspots der Stadt auf dem aktuellen Stand ist und Gäste mit seinem Insider-Wissen beraten kann. Er hat eine freundliche Arbeitsbeziehung mit Restaurantbesitzern und kann oft eine Reservierung tätigen, selbst wenn keine Tische mehr frei sind.

André Höftmann leitender Concierge des Hotel Adlon Kempinski.

Lokale Empfehlungen

Erkunden Sie André Höftmanns Reiseführer für Berlin

Mit seiner faszinierenden Geschichte und der blühenden zeitgenössischen Kunstszene bietet Berlin eine Vielzahl an Möglichkeiten, Kultur, Musik, Geschichte und verschiedenste verlockende Restaurants. Hier verrät der gut informierte leitende Concierge des Hotels Adlon Kempinski seine Lieblingsplätze in und um Berlin.

Live-Musik

Genießen Sie ein Konzert in einem architektonischen Meisterwerk

Ob Fan der Oper oder von Elektronika - in Berlin finden Sie eine Vielfalt an Orten, um eine Aufführung zu genießen. André empfiehlt den Besuch eines Konzertes im Pierre Boulez Saal (33d Französische Straße; +49-30-4799-7411), einem architektonischen Meisterwerk mit rundum angeordneten Sitzen, unweit des Hotels in Mitte. Die 2017 eröffnete Konzerthalle wurde von Frank Gehry entworfen, einem engen Freund des weltbekannten Komponisten Daniel Barenboim, der die Barenboim-Said Akademie gegründet hat, in der sich die Konzerthalle befindet. „Die Idee ist es, den Studenten einerseits die Gelegenheit zu geben, etwas über Musik zu lernen und andererseits, alle Arten von Musik in dieser ganz besonderen, ovalen Halle aufführen zu lassen,“ erklärt André.

Im Pierre Boulez Saal. Foto mit freundlicher Genehmigung durch Volker Kreidler.

Kunstgalerien, Straßenkunst und mehr

Tauchen Sie jenseits der bedeutenden Museen in die angesagte Kunstszene Berlins ein

“Als begeisterter Fotofan liebe ich die wechselnden Fotoausstellungen im C/O Berlin Foundation (22-24 Hardenbergstraße; +49-30-2844-4160)”, sagt André. Diese gemeinnützige Galerie befindet sich im früheren Amerikahaus, das 1957 gebaut wurde und bis 2006 als Kultur- und Informationszentrum der Vereinigten Staaten diente. Jetzt organisiert sie Einzel- und Gruppenausstellungen - bis zu zwanzig pro Jahr - von einer Reihe international berühmter Fotografen, darunter Annie Liebovitz, Nan Goldin, Anton Corbijn, Peter Lindbergh, Stephen Shore und Irving Penn.
„Um eine andere Seite Berlins zu sehen, empfehle ich eine private Fahrradtour mit einem unserer erstaunlichen Reiseführer zum Thema Straßenkunst“, meint André weiter. „Diese bringt Sie nach Kreuzberg und Mitte, um die in Innenhöfen und Ateliers versteckte Kunst zu entdecken.“ Jeder kann die East Side Gallery besuchen, um die Wandgemälde auf den Resten der Berliner Mauer zu bewundern, aber Fans der Straßenkunst, die mehr sehen möchten, können André eine Tour organisieren lassen.

Die C/O Berlin Foundation ist für ihre wechselnden Fotoausstellungen bekannt.

Restaurants und Markthallen

Mit Markthallen und fantastischen Restaurants geht die kulinarische Szene Berlins weit über die Bratwurst hinaus.

„Verwandelte Markthallen aus dem späten 19. Jahrhundert sind jetzt der neueste Trend. Sie zeigen Ihnen die Vielfalt der in Berlin gebotenen Gastronomie“, sagt André. “Wenn Sie der Masse folgen, kommen Sie zur Markthalle Neun ( 42-43 Eisenbahnstraße; +49-30-6107-3473), die für den einmal pro Woche von 17 bis 22 Uhr abgehaltenen Slow-Food-Donnerstag berühmt wurde. Eine andere Route führt Sie zu meinem Favoriten, der Arminiusmarkthalle (2-4 Arminiusstraße; +49-15-1153-07908).” Dieser 1891 eröffnete, überdachte Markt wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und in den 1950-er Jahren wieder aufgebaut. Er ist jetzt denkmalgeschützt, aber immer noch ein lebhafter Markt, auf dem Einheimische Lebensmittel einkaufen und gerne in den Restaurants speisen.

Andrés persönlicher Favorit ist heimlichTreu (38 Anklamer Straße; +49-30-4849-4599), ein gemütlicher Ort im Innenhof von Bürogebäuden. „Es gibt keine Schilder. Nur Ortskenntnis führt Sie hierher“, sagt er. „Maik und sein Team schaffen eine sehr gemütliche Atmosphäre und erstaunliche gastronomische Genüsse, die zum Teilen für mehrere Personen serviert werden.“

Der Speisesaal im Heimlich Treu. Foto mit freundlicher Genehmigung von heimlichTreu.

Einkaufstipps

Entdecken Sie die Geschichte Berlins sowie moderne Designer im größten Kaufhaus der Stadt

André empfiehlt einen Blick hinter die Kulissen im KaDeWe (21-24 Tauentzienstraße; +49-30-21210), Berlins größtem und bekanntesten Kaufhaus. „Unser Reiseleiter wird Ihnen Interessantes über die Architektur dieses schönen Gebäudes verraten, das seine Türen 1907 erstmals geöffnet hat, und wird es mit der Geschichte der Stadt Berlin in Verbindung bringen.“ Das KaDeWe, kurz für Kaufhaus des Westens, wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und verlor viele seiner Kunden durch die Teilung Berlins. Nach dem Fall der Berliner Mauer blühte es wieder auf. Der niederländische Architekt Rem Koolhaas begann 2016 mit einer mehrjährigen Renovierung der Innenräume des Geschäftes. Heute ist es für seine unschlagbare Kollektion deutscher und internationaler Designerwaren, exklusiven Angebote und die riesige Gourmet-Lebensmittelabteilung bekannt.

Vor dem KaDeWe, dem größten und bekanntesten Kaufhaus der Stadt. Foto mit freundlicher Genehmigung vom KaDeWe.

Ein Tagesausflug von Berlin aus

Am Weißen See erwartet Sie eine beschauliche Oase

Für eine andere, ruhigere Seite Berlins empfiehlt André, das Viertel Weißensee, rund 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, zu erkunden. Hier finden Sie den Jüdischen Friedhof Weißensee (31 Herbert-Baumstraße; +49-30-925-3330), den größten jüdischen Friedhof Europas, sowie das Komponistenviertel, ein schönes Wohngebiet, in dem alle Straßen die Namen bekannter klassischer Komponisten tragen. André rät, den Besuch mit einem Spaziergang um den Weißen See abzurunden, wo Sie das Milchhäuschen (33A Parkstraße;+49-30-927-1144) finden werden, ein bezauberndes Café, das aus den späten 70-er Jahren stammt. Berliner besuchen den See gerne im Sommer.

Besuchen Sie für einen Moment der stillen Besinnung den Jüdischen Friedhof Weißensee, den größten jüdischen Friedhof Europas.
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