Reiseführer Berlin

Der talentierte junge Barmanager des Hotel Palace in Berlin verrät seine liebsten Restaurants, Bars, Museen, Parks und mehr

Sebastian Jaroljmek

Barmanager, Hotel Palace Berlin

„Viele Leute erzählen dieselbe Geschichte“, sagt Sebastian Jaroljmek, der ursprünglich aus einer kleinen Stadt in Bayern stammt. „Wenn man nach Berlin zieht, liebt oder hasst man es. Ich habe mich in die Stadt verliebt und mich entschieden, hier zu bleiben.“ Bevor er zum Hotel Palace Berlin kam, arbeitete Sebastian auf einem Kreuzfahrtschiff und bereiste 54 Länder auf der ganzen Welt, von der Karibik bis zur Nordsee.

Als er nach Deutschland zurückkehrte,  entschloss er sich, für ein Jahr in die Hauptstadt zu ziehen, verliebte sich jedoch in eine Berlinerin, heiratete sie und hat nun zwei Söhne. Er wird nicht so bald wieder von hier weggehen.

Sebastian Jaroljmek, Barmanager im House of Gin des Hotel Palace Berlin.

Lokale Empfehlungen

Erkunden Sie die deutsche Hauptstadt mit dem Barmanager des Hotel Palace Berlin, Sebastian Jaroljmek

Obwohl er einen Großteil seiner Freizeit mit seiner Frau und seinen jungen Söhnen verbringt, geht Sebastian auch gerne aus, um neue Bars und Restaurants zu probieren, die Parks und malerischen Aussichtspunkte Berlins zu erforschen und mehr über die Geschichte der Stadt zu erfahren. Hier verrät der freundliche Barmanager des Hotels seine Lieblingsplätze in seiner Wahlheimat.

Die besten Bars Berlins

Tauchen Sie ein in die raffinierte Cocktail-Kultur Berlins

Natürlich empfiehlt Sebastian das House of Gin als eine der besten Bars Berlins. Weitere Lieblingslokale? Becketts Kopf, (64 Pappelallee; +49-30-4403-5880). „Dies ist eine Bar in Prenzlauer Berg, nicht weit vom Hotel - vielleicht 15 Minuten mit dem Taxi - und man konzentriert sich dort wirklich auf altmodische Cocktails.“ Diese kleine Boite, die als eine der besten Bars der Welt gilt, hat ihren Namen von dem bekannten irischen Bühnenautor und druckt ihre Cocktailkarten auf alte Taschenbuchausgaben seiner Bücher. Am Wochenende ist es recht voll, also kommen Sie früher unter der Woche, wenn Sie Ihre Drinks in Ruhe genießen möchten.
Sebastian ist auch ein Freund von Buck & Breck (177 Brunnenstraße; buckandbreck.com), “Eine wunderbare kleine Kneipe“, meint er und fügt hinzu, “hier ist immer etwas los, es ist immer voll mit lebhaften Gästen.” Zugang zu der kleinen, dunklen Cocktailbar, die ebenfalls auf der Liste der weltbesten Bars steht, erhält man durch Klingeln an einer Tür, die zu einem Lagerraum zu gehören scheint.

Die Bar Becketts Kopf liegt in Prenzlauer Berg, 15 Minuten vom Hotel Palace Berlin entfernt.

Kaffee und Kuchen in Berlin

Lassen Sie in diesem historischen Café Platz für Dessert

Sebastian empfiehlt die Konditorei Buchwald (29 Bartningallee; +49-30-391-5931), ein historisches Café, das für seine Kuchen bekannt ist. „Es liegt in der Nähe meiner Wohnung und nahe des Hotels, sodass ich einmal pro Woche herkomme; hier gibt es eine riesige Auswahl an Kuchen“, meint er. Er liebt besonders den deutschen Käsekuchen und die Schwarzwälder Kirschtorte. Das Café existiert seit 1852 und hat sich seinen malerischen Charme und den hervorragenden Service bewahrt. Sebastian empfiehlt am Sonntagnachmittag vorbei zu gehen, aber warnt, dass oft viel los ist, sodass es eine gute Idee ist zu reservieren. „Man fühlt sich dort wie ein Schauspieler in einem alten Film“, sagt er.

Eine Auswahl verlockender Kuchen von der Konditorei Buchwald

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten

Genießen Sie die Aussicht von diesen weniger bekannten Denkmälern

Sowohl erstmalige Besucher als auch Einheimische können von einigen von Sebastians beliebtesten Aussichtspunkten aus fantastische Ausblicke auf Berlin genießen. Er empfiehlt eine 30-minütige Wanderung mit einem fantastischen Ausblick - klettern Sie auf den Teufelsberg (10 Teufelsseechaussee; neue.teufelsberg-berlin.eu), eine verlassene, von der CIA im Kalten Krieg genutzte Abhörstation. Die fünf großen Geodome sind jetzt mit Graffiti bedeckt und erinnern an die geheimnisvolle Kriegsgeschichte der Stadt. Eine zentraler gelegene Alternative ist der Französische Dom (5 Gendarmenmarkt; +49-30-229-1760) am Gendarmenmarkt, der 1672 für die durch Louis XIV aus Frankreich vertriebenen Hugenotten erbaut wurde. Die Kirche im Herzen der Mitte, in der Nähe der Museumsinsel, wurde renoviert, nachdem sie im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurde. „Von der Kathedrale aus haben Sie einen schönen Blick über Berlin und die historischen Sehenswürdigkeiten in dieser Gegend“, sagt Sebastian.

Der 1672 für die von Louis XIV aus Frankreich vertriebenen Hugenotten erbaute Französische Dom.

Ein unverzichtbares Museum

Werfen Sie einen Blick auf das Berlin der Sowjetzeit

Berlin hat für Geschichtsfans viel zu bieten, vom Besuch bekannter Touristenattraktionen, wie Checkpoint Charlie, bis zur Teilnahme an einer Trabi-Safari oder der Besichtigung der East Side Gallery. Schließlich ist dies eine Stadt, die große Anstrengungen unternommen hat, um die eigene dunkle Vergangenheit zu konfrontieren und Besucher darüber zu informieren. Für einen faszinierenden Blick auf das Berlin der Sowjetzeit empfiehlt Sebastian das DDR Museum (1 Karl Liebknechtstraße; +49-30-8471-2373) “Es ist wie eine Reise in die Vergangenheit der DDR und alle sind sehr überrascht von den dort gebotenen Exponaten.” Dieses kleine interaktive Museum zeigt Artefakte aus dem Alltagsleben im Sozialismus, als Berlin entzweit war und die Ostdeutschen völlig von der westlichen Welt abgeschnitten waren. Man kann sich in einen sowjetischen Trabi setzen, die winzigen Autos, die zu der Zeit verfügbar waren. Dank der interaktiven Exponate ist dieses eines der beliebtesten Museen in Berlin und besonders für Familien interessant.

Das DDR Museum zeigt Artefakte des Alltagslebens zur Zeit des Sozialismus, als Berlin entzweit war.

Spazieren Sie durch den Tiergarten

Entkommen Sie im größten Park der Stadt dem hektischen Tempo Berlins

Der Tiergarten, Berlins Version des Central Park, ist der größte und beliebteste Park der Stadt. Er diente einst als privates Jagdgebiet von Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg und Herzog Preußens, bevor er im 16. Jahrhundert für den königlichen Sport genutzt wurde. 1740 wurde er erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Heute lieben die Berliner es, hier zu picknicken oder Sport zu treiben, den Berliner Zoo zu besuchen und auf den Pfaden zu joggen oder Rad zu fahren. Sebastian liebt besonders den Englischen Garten (2 Altonaerstraße; +49-30-3948-0400), ein Restaurant mit Biergarten im Park. „Innen gibt es einige Tische, aber an einem schönen Sonnentag würde ich definitiv empfehlen, draußen zu sitzen“, sagt er. „Wenn man genug von der Stadt und dem Lärm hat, kann man herkommen und zwei oder drei Stunden lang eine kurze Pause einlegen.“

Der Eingang des Tiergartens
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